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abseite
Skulpturenpark Köln 2009/ Lichtpromenade Lippstadt 2013
metal, plastics, control, illuminant

240 x 160 x 6 cm

 

 

So lapidar wie treffend beschreibt Jan Philip Scheibe „abseite“ wie folgt: „Die Leuchtschrift blinkt und wechselt die Farben wie die Beschriftungen von Karussells auf den Kirmesplätzen. Darüber leuchten drei Sterne, um die abseitige Exklusivität des Ortes zu unterstreichen.“ Was Scheibe nicht wissen konnte, ist, dass unweit seines Standortes in jedem Herbst mit der
Herbstwoche und der dazugehörigen großen Kirmes ein Höhepunkt des kulturellen Lebens in Lippstadt stattfindet. Scheibe platziert sein Kunstwerk mit Absicht und mit bewusstem Verweis auf das Rummelplatz- und Vergnügungsviertelmilieu an der Peripherie. Die Identifikation mit dem fahrenden Volk, mit Schaustellern, Artisten, Narren jeder Art ist aber nicht nur ein humoriges Augenzwinkern; sie verweist auf einen originären Ort der Kunst, die eben nicht nur in den hochsubventionierten Kulturtempeln und Leuchtturmprojekten zu Hause ist, sondern in der Einsamkeit, der Fremde, in der Grenzüberschreitung, der
inneren Emigration, der Be-Fremdung entsteht und von Leuten gemacht wird, die nach einem Slogan der 70er Jahre von sich sagen könnten: Wir sind diejenigen, vor denen uns unsere Eltern immer gewarnt haben. Geh nicht zum Rummelplatz, Kind, meide die dunklen Ecken - aber vor allem: meide die Künstler! Und: meide deine inneren Abseiten!

Dirk Raulf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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